Künstlerfotos und Shows

Künstler

Künstler zu fotografieren, ist immer spannend und inspirierend! Künstler denken und leben anders und ich finde diese überbordende Kreativität so beeindruckend und bewundernswert.

Auch wenn die Zusammenarbeit toll ist, ist es nicht immer einfach, spezielle Bildmotive umzusetzen, weil diese oft etwas extremer sind. Hier ist Teamarbeit gefragt! Maler, Bildhauer, Köche, Sänger, Musiker und Tänzer sind eben etwas ganz Besonderes und es ist toll, wenn Sie als Künstler Ihre eigenen Vorstellungen mit einbringen, dann macht das richtig Spaß!

Sind Sie zufällig Tänzer, dann sind Sie für jeden Fotografen natürlich ein Traum auf 2 Beinen! Mit Tänzern kann man Bilder machen, die richtig atemberaubend sind! Tänzer kriegen Fotoposen mit einer Grazie, Anmut und scheinbarer Leichtigkeit hin, (oft sogar noch aus der Bewegung heraus), bei der sich unsereins wahrscheinlich sofort die Knie und Schultergelenke auskugeln würde…

Als Künstler brauchen Sie oftmals neben Visiten- oder Autogrammkarten natürlich Bilder für Plattencover, Bücher oder CD’s, für Ihren Internetauftritt oder auch Plakate. Fotografisch gibt es jedenfalls kein Halten mehr!

Showfotos, Events, Bühnenauftritte
- worauf man achten sollte:

Wenn Sie tolle Bilder von Künstlern während deren Auftritt machen möchten, fragen Sie bitte rechtzeitig vorher unbedingt nach einer offiziellen Genehmigung zu kommerziellen Bildnutzung.

Viele Veranstaltungsorte und auch Künstler haben exklusive Verträge mit ihren Fotografen, die Bildrechte sind schon mit dem Veranstalter ausgehandelt etc.

Wenn Sie privat fotografieren, weil Sie ein Fan sind oder die Show einfach für Ihre Erinnerung fotografieren und keine Veröffentlichung der Bilder planen, haben Sie in der Regel kein Problem, solange Sie den Auftritt nicht stören oder von der Performance ablenken. Höflich vorher Fragen schadet aber nicht und ist immer zu empfehlen. 
Versuchen Sie, Blitzlicht zu vermeiden, wenn es geht.

Benehmen Sie sich höflich und extrem dezent und versperren Sie den Gästen nicht den Blick, schließlich haben die Gäste in den Theaterreihen für eine ungestörte Aufführung bezahlt und wollen sich nicht mit der Rückseite eines Fotografen konfrontiert sehen.

Und ziehen Sie sich bitte etwas Anständiges an, wenn Sie ein Event oder einen Auftritt fotografieren! 

Man sollte meinen, daß das eh eine normale Voraussetzung sein sollte, eigentlich selbstverständlich, aber was ich mich schon für spezielle Kollegen von der Presse manchmal fremdgeschämt habe, ist einfach unglaublich!
(Ein Weltklasse-Tennisturnier mit den größten internationalen Spitzen-Stars fotografieren Sie bitte NIEMALS mit freiem Oberkörper, selbst wenn es 10 mal 35 Grad heiß ist!!!)

Natürlich passiert Ihnen sowas nie!
Ich schreibe das hier nur so extrem, weil ich schon alles miterlebt habe und dennoch manchmal trotzdem noch überrascht werde und dann nur staunen kann… Bevor Sie jetzt denken, ich hetze nur über Pressefotografen, nein, tue ich nicht.

Die meisten sind mir neutral und freundlich begegnet und zwei davon waren wirklich richtig nette, interessante Persönlichkeiten mit beeindruckendem, umfassenden Allgemeinwissen. Und den Einen, der mir bei Events immer seine Ellenbogen absichtlich in meine Rippen gehauen hat, vergesse ich auch nicht, das können Sie mir glauben! 

Ich selbst habe nie direkt für die Presse gearbeitet, meistens habe ich die Bilder gemacht, die Firmen dann an die Presse zur Veröffentlichung weitergereicht haben. Die Vorarbeit geleistet sozusagen.
Ich hatte immer ein riesengroßes Glück mit meinen Kunden, daher hatte ich auch entspannt Zugang zu Bereichen, wo die Presse keinen Zutritt hat, und konnte in Ruhe tolle Bilder machen, sowie viele prominente Persönlichkeiten kennenlernen.

Wie Sie Ihre Kunstwerke gekonnt fotografieren
- 15 tolle Tipps, worauf Sie achten sollten:

Wenn Sie Kunstwerke, Schmuck, Bilder, Skulturen, Uhren, antike Möbel usw. besitzen, die einen Wert für Sie haben, sollten Sie unbedingt an eine fotografische Dokumentation dieser Dinge denken. Das ist Gold wert für Versicherungen, Erbschaften oder im Falle eines Einbruchs oder Diebstahls.

Wenn Sie Ihre Bilder zu Hause selber machen möchten, achten Sie bitte unbedingt auf folgende Dinge im Bild:

  1. Ihr Kunstwerk muß klar und scharf erkennbar sein und seine Gestalt muß sich klar vom Bildhintergrund trennen. Z.B. ein Möbelstück vor einer weißen Wand.
  2. Der Bildhintergrund sollte neutral (weiß, grau, dunkel) gefärbt sein und die Form Ihres Objekts klar erkennbar zeigen.
    Fotografieren Sie Ihre aber Ihre weiße Lieblings-Porzellanfigur vor einer weißen Wand, dann schaffen Sie mehr Distanz zwischen Figur und Wand oder nehmen Sie gleich einen möglichst neutralgrauen Hintergrund.
    Zur Not geht auch Straßenbelag. Ein farbiger Hintergrund wie Rot strahlt auf Ihr Objekt ab und verfälscht dann dessen Eigenfarben. Die Schatten in Ihrer weißen Skulptur wären dann rötlich verfärbt.
  3. Achten Sie auch darauf, was sich im Hintergrund befindet und wie Schattenverläufe vom Objekt fallen. Vermeiden Sie Störendes wie Steckdosen im Bild, Winkel, etc. und sorgen Sie für einen ruhigen Bildhintergrund, vor dem sich Ihr Objekt schön abhebt.
  4. Der Weißabgleich Ihrer Kamera muß unbedingt stimmen. Außerdem muß die Schärfentiefe ausreichend sein. Bilder mit offener Blende sehen zwar toll aus, sind aber hier nicht gefragt. Ihr Motiv muß von vorne bis hinten komplett scharf sein und die Belichtungszeit muß entsprechend stimmen.
  5. Nutzen Sie ein Stativ oder einen festen Untergrund, damit Ihre Kamera stabil steht und nichts verwackelt.
  6. Wenn Sie Bilder draußen machen, dann an einem freundlich bedeckten Tag, ideal sind leichte Schleierwolken, die das Licht schön weich streuen. Vermeiden Sie die Schlagschatten der Mittagssonne, weil Ihnen sonst die Bildtiefen leicht zulaufen und Sie keine Tonwert-Trennung mehr in die dunklen Bildbereiche bekommen.
  7. Bilder und Ölgemälde müssen ohne Parallaxe direkt von vorne fotografiert werden, damit sie nicht verzerrt aussehen. Sie werden noch genug mit der Objektiv-Verzeichnung zu tun haben, also nehmen Sie besser eine etwas längere Brennweite und platzieren Sie Ihr Gemälde möglichst mittig im Bild.
  8. Beachten Sie Spiegelungen im Motiv und achten Sie und auf eine gleichmäßige, weiche Ausleuchtung. Es sei denn, Sie haben ein Objekt mit Struktur. Dann brauchen Sie natürlich mehr Seitenlicht, damit man diese in Ihrem Bild auch klar erkennen kann.
  9. Bei Gemälden einmal das Bild im Ganzen aufnehmen plus einzelne Details, vergessen Sie vor allem die Signatur auch einzeln nicht. 
  10. Fotografieren Sie möglichst im RAW-Format, dann haben Sie später in der Nachbearbeitung mehr Möglichkeiten.
  11. Nutzen Sie dabei jeweils mehrere Kameramodi wie Neutral, Portrait, Sonnenschein, Cloud-Modus, um zu testen, in welchem Modus Ihre Kamera die Objektfarben am besten möglichst wie im Original wiedergibt. 
  12. Das Ärgernis fehlender Bildfarben: Kameras können manche Bildfarben nicht sehen oder wiedergeben, weil Sie darauf einfach nicht sensibilisiert sind und oder weil der Tonwertumfang der Kamera nicht ausreichend ist.
    Mischfarben in Ölgemälden weichen meist zwischen Grün und Magenta oder Gelb und Blautönen ab.

    Kameras können kein echtes Türkis sehen und viele Rot- oder Rosé-Farbtöne auch nicht. 
    Deshalb finde ich meine Blumenfotos immer so frustrierend. Ich sehe Millionen von Farben, freue mich total, und im Bild findet sich dann immer nur ein winziger Abklatsch davon wieder… Dann ärgere ich mich, daß meine Blumenfotos immer so flach aussehen. Da sind eben die Grenzen der Technik. Dann hilft nur noch ein Bildfilter in der Nachbearbeitung, um die Illusion von Farben zu verbessern. 

  13. Legen Sie am besten einen bekannten Größenvergleich am Bildrand zu Ihrem Motiv, z.B. ein Maßband oder Lineal, eine Streichholzschachtel oder eine Euro-Münze. Achten Sie wieder auf Ihre Bildschärfe, vor allem wenn Sie im Nahbereich fotografieren.
  14. Fotografieren Sie Objekte wie z.B. Skulpturen immer von mehreren Seiten, natürlich fangen Sie immer mit der Paradeseite an, damit Sie das schönste Bild schon mal im Kasten haben, falls die Zeit eng wird oder sonst etwas zu einer Pause zwingt. Normalerweise hat ein Objekt immer eine Seite, in der es besonders schön zu fotografieren ist. (Gute Skulpturen sehen aus beinahe jeder Perspektive gut aus.)
  15. Platzieren Sie für Dokumentationsfotos Ihr Objekt möglichst großflächig und mittig im Bild, lassen Sie aber genug Speck drumherum, damit Sie auch im Nachhinein noch ansprechende Bildausschnitte machen können und Sie nicht mit dem Bildrand kämpfen müssen. 

    Haben Sie alle Bilder gemacht, archivieren Sie diese natürlich nicht zusammen mit Ihren Wertsachen! Ein kleiner USB-Stick läßt sich auch prima sonstwo verstecken, Hauptsache, es fällt Ihnen später wieder ein, wo Sie ihn hingepackt haben.